Casio, Yamaha, Korg und Roland bauen die bekanntesten Baureihen für Keyboards mit ungewichteten Tasten und Begleitautomatik. Alle vier Marken haben ihren Sitz in Japan, ihre Gründung liegt zwischen 1887 und 1972. Dieselben Hersteller bauen teils auch Digitalpianos mit gewichteten Tasten unter eigenem Namen, etwa Casio die Privia-Serie; diese Modelle zählen nicht zu den Keyboards und bleiben hier außen vor. Dieser Überblick nennt zu jeder Marke Gründungsjahr, Herkunftsland und bekannte Produktlinien als Fakten über das Sortiment, nicht als Kaufempfehlung.
Welche Eckdaten haben die bekannten Keyboard-Marken?
Die folgende Tabelle fasst Gründungsland und bekannte Produktlinie jeder Marke zusammen, die Einzelheiten stehen in den Abschnitten weiter unten.
| Marke | Gründungsland | bekannte Produktlinie |
|---|---|---|
| Casio | Japan | Casiotone CT-S und CTK-Serie |
| Yamaha | Japan | PSR-Serie, von PSR-E bis PSR-SX |
| Korg | Japan | Pa-Serie und EK-50 |
| Roland | Japan | E-Serie und BK-Serie |
Welche Keyboard-Baureihen baut Casio?
Casio Computer Co. entstand 1957 in Japan, als die vier Brüder Kashio das Unternehmen gründeten und einen der ersten kompakten elektrischen Rechner auf den Markt brachten; der Markenname ist die verwestlichte Schreibweise des Familiennamens Kashio. Die Keyboard-Baureihen Casiotone CT-S und CTK tragen ungewichtete Tasten mit einfacher Anschlagsteuerung, mehrere hundert Klangfarben und eine Begleitautomatik, und sind meist unter zehn Kilogramm schwer. Das Sortiment richtet sich an Einsteiger und Hobbyspieler und ist von der Privia-Serie zu unterscheiden, die bei Casio unter eigenem Namen läuft und mit gewichteten Tasten den Klavieranschlag nachbildet statt Klangvielfalt und Begleitung in den Vordergrund zu stellen.
Welche Keyboard-Baureihen baut Yamaha?
Yamaha entstand 1887 in Hamamatsu, als Torakusu Yamaha zunächst eine Harmoniumreparatur übernahm und daraufhin das Unternehmen Nippon Gakki gründete, aus dem später der heutige Firmenname wurde. Die PSR-Serie deckt bei Yamaha die gesamte Spanne von Einsteiger- bis Profi-Arranger ab: Die PSR-E-Reihe bringt 61 Tasten, Begleitautomatik und mehrere hundert Klangfarben in ein tragbares Einsteigermodell, während die PSR-SX-Reihe als Arranger-Workstation mit über tausend Klangfarben, mehreren hundert Begleitstilen und größerem Bildschirm für den professionellen Bühneneinsatz gebaut ist.
Welche Keyboard-Baureihen baut Korg?
Korg gründeten Tsutomu Katoh und Tadashi Osanai 1962 in Tokio zunächst unter dem Namen Keio Electronic Laboratories, benannt nach der Keio-Bahnlinie und den Anfangsbuchstaben ihrer Nachnamen. Die Pa-Serie bildet bei Korg die professionelle Arranger-Baureihe mit hoher Klangfarben- und Stilanzahl für den Bühneneinsatz, die EK-50 überträgt Klänge und Technik dieser Reihe in ein günstigeres, tragbares Einsteigermodell mit eigenem 61-Tasten-Gehäuse.
Welche Keyboard-Baureihen baut Roland?
Roland gründete Ikutaro Kakehashi 1972 in Osaka, nachdem er zuvor bereits das Unternehmen Ace Electronic Industries geleitet hatte. Die E-Serie brachte in den 1980er-Jahren Begleitautomatik und eingebaute Lautsprecher in den privaten Wohnraum und wird bis heute fortgeführt, etwa mit dem Modell E-X50. Die BK-Serie richtet sich mit Bezeichnungen wie BK-3, BK-5 und BK-9 gezielt an Alleinunterhalter und Hobbymusiker und bringt mehrere hundert Klangfarben und Rhythmen für den Live-Einsatz mit.
Casio, Yamaha, Korg und Roland haben ihren Sitz alle in Japan. Ihre Gründung liegt zwischen 1887 (Yamaha) und 1972 (Roland). Innerhalb jeder Marke trennt sich das Sortiment in tragbare Einsteigermodelle und größere Arranger-Workstations für den professionellen Bühneneinsatz.
Was unterscheidet ein Einsteiger-Keyboard von einer Arranger-Workstation?
Eine Arranger-Workstation trägt mehr Klangfarben, mehr Begleitstile und mehr Bedienelemente als ein Einsteiger-Keyboard, bei sonst gleicher Bauweise mit ungewichteten Tasten. Einsteigermodelle wie Casio CT-S, Yamaha PSR-E oder Korg EK-50 kommen mit 61 Tasten, einigen hundert Klangfarben und wenigen Bedienknöpfen aus. Professionelle Baureihen wie Yamaha PSR-SX, Korg Pa oder Roland BK-9 bauen zusätzliche Register, größere Bildschirme und mehr Anschlüsse ein und richten sich an Alleinunterhalter, die live vor Publikum spielen. Für den Einstieg in das Spiel selbst hilft unabhängig von der Marke der Artikel Keyboard lernen.
Häufige Fragen zu Keyboard-Marken
Welche Marken bauen Keyboards mit Begleitautomatik?
Casio, Yamaha, Korg und Roland bauen unter den in diesem Überblick vorgestellten Marken Keyboards mit Begleitautomatik. Alle vier haben ihren Sitz in Japan und bieten Baureihen vom tragbaren Einsteigermodell bis zur professionellen Arranger-Workstation an, etwa Casio CT-S, Yamaha PSR, Korg Pa und Roland BK.
Was unterscheidet Casio CT-S von der Privia-Serie?
Casio CT-S ist ein Keyboard mit ungewichteten Tasten, mehreren hundert Klangfarben und Begleitautomatik, während die Privia-Serie ein Digitalpiano mit gewichteten Tasten und nachgebildetem Klavieranschlag ist. Beide Baureihen stammen von Casio, richten sich aber an unterschiedliche Zwecke: Klangvielfalt und Begleitung beim CT-S, Klavierklang und Anschlagsgefühl bei Privia.
Was ist der Unterschied zwischen Yamaha PSR-E und PSR-SX?
Yamaha PSR-E ist die Einsteigerreihe der PSR-Serie mit 61 Tasten und einigen hundert Klangfarben, Yamaha PSR-SX die Arranger-Workstation-Reihe mit über tausend Klangfarben, mehreren hundert Begleitstilen und größerem Bildschirm für den professionellen Bühneneinsatz. Beide Reihen tragen ungewichtete Tasten und eine Begleitautomatik, unterscheiden sich aber im Umfang der Ausstattung.
Baut Korg auch professionelle Arranger-Keyboards?
Korg baut mit der Pa-Serie professionelle Arranger-Keyboards für den Bühneneinsatz, mit hoher Klangfarben- und Stilanzahl. Die EK-50 überträgt Klänge und Technik dieser Reihe in ein günstigeres, tragbares 61-Tasten-Modell und richtet sich damit eher an Einsteiger und Hobbyspieler.




