Washburn ist ein US-amerikanischer Hersteller von Gitarren und zählt seit 1883 zu den traditionsreichsten Marken des Landes. Die Chicagoer Firma Lyon & Healy brachte die Marke damals als eigene Sparte für Westerngitarren, Mandolinen und Banjos auf den Markt und benannte sie nach Mitgründer George Washburn Lyon. Nach dem Verkauf der Gitarrenfertigung 1928 an den Großhändler Tonk Brothers kam die Produktion fast fünf Jahrzehnte lang zum Stillstand, bis Beckmen Musical Instruments den Namen 1974 wiederbelebte. Seit 2009 gehört Washburn zur kanadischen Unternehmensgruppe JAM Industries und baut vor allem Westerngitarren der Serien Heritage, Festival und Comfort.
Washburn Westerngitarre

Zusammenfassung
Washburn ist ein US-amerikanischer Hersteller von Gitarren und baut seit 1883 vor allem Westerngitarren, einst als Sparte von Lyon & Healy in Chicago gegründet. Nach dem Verkauf der Gitarrenfertigung 1928 kehrte die Marke erst 1974 zurück und gehört seit 2009 zur kanadischen Unternehmensgruppe JAM Industries. Die Einstiegsserie Heritage kostet neu ab 349 US-Dollar, gefertigt wird heute überwiegend in Indonesien und China.
Westerngitarren von Washburn im Überblick
Anzeige: Produktlinks sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision. Am Preis ändert das nichts.
Fokus der Produktion bei Washburn
Washburn konzentriert sich auf Zupfinstrumente: Westerngitarren, E-Gitarren, Bässe und Mandolinen bilden das Kernprogramm. Gefertigt wird heute überwiegend in Indonesien und China, nachdem der Hersteller die frühere Produktion in Korea seit etwa 2017 größtenteils dorthin verlagert hat. Ausgewählte Custom-Modelle entstehen laut Unternehmensangaben weiterhin in den USA. An der Marke halten bis heute bekannte Musiker fest, darunter der E-Gitarrist Nuno Bettencourt von Extreme, der seit den 1990er Jahren ein eigenes Signature-Modell bei Washburn spielt.
Die Serien Heritage, Festival und Comfort im Vergleich
Das aktuelle Programm an Westerngitarren gliedert sich bei Washburn in drei Hauptserien (Stand Oktober 2026, nach Angaben des Herstellers und des Preisführers guitarprice.net vom 15. September 2026).
| Serie | Merkmal | Neupreis |
|---|---|---|
| Heritage | Massive Fichtendecke, Dreadnought- und Auditorium-Form, Einstiegsserie | 349 bis 1.049 US-Dollar |
| Festival | Flacher Florentine-Cutaway, für den Bühneneinsatz mit Tonabnehmer | 449 bis 899 US-Dollar |
| Comfort | Abgeschrägte Armauflage aus Mahagoni gegen Unterarm-Ermüdung | 549 bis 899 US-Dollar |
Daneben konstruiert Washburn Modelle wie die EA10B (Petite-Jumbo-Form der Festival-Serie) oder die RO10KK (kompakte Reisegitarre der Rover-Linie) nach eigenen Korpusformen, die sich von Dreadnought und Jumbo unterscheiden. Das gibt Gitarristen, die einen eigenen Stil suchen, mehr Auswahl als die Standardformen vieler Mitbewerber.
Vorteile einer Washburn Westerngitarre
Der klare Vorteil der Washburn-Westerngitarren ist die Auswahl: Dreadnought-, Jumbo- und Auditorium-Korpus stehen in mehreren Preisklassen zur Wahl, ergänzt durch die markeneigenen Formen EA10B und RO10KK. Schon die Einstiegsserie Heritage bietet laut Hersteller eine massive Fichtendecke, ein Merkmal, das andere Hersteller meist erst teureren Modellen vorbehalten. Außerdem sind mehrere Modelle mit Tonabnehmer und Vorverstärker ab Werk für den Bühneneinsatz ausgelegt.
Nachteile einer Washburn Westerngitarre
Der wahrnehmbare Nachteil bleibt der Ruf der Fernost-Fertigung: Seit die Produktion von Korea nach Indonesien und China gewandert ist, gilt die Marke bei manchen Käufern als reine Einsteiger-Ware, auch wenn die Verarbeitungsqualität damit nicht automatisch sinkt. Nur wenige Custom-Modelle entstehen noch in den USA, die breite Mittelklasse der Heritage- und Festival-Serie kommt vollständig aus Asien.
Meilensteine der Firmengeschichte von Washburn
Von der Gründung bis zum heutigen Eigentümer liegen bei Washburn mehrere Besitzerwechsel und eine jahrzehntelange Pause. Die folgende Tabelle ordnet die wichtigsten Jahreszahlen ein.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1864 | George W. Lyon und Patrick J. Healy gründen Lyon & Healy in Chicago |
| 1883 | Die Zupfinstrumenten-Sparte firmiert erstmals als Washburn |
| 1928 | Lyon & Healy verkauft die Gitarrenfertigung an den Großhändler Tonk Brothers |
| 1974 | Beckmen Musical Instruments belebt den Namen mit importierten Gitarren neu |
| 1977 | Fretted Industries kauft die Marke für 13.000 US-Dollar und baut sie unter Rudy Schlacher in Chicago neu auf |
| 2002/2003 | Washburn International geht in der neu geordneten US Music Corp auf |
| 2009 | JAM Industries übernimmt die Unternehmensgruppe um die US Music Corp |
Wem gehört Washburn heute?
Washburn gehört heute der US Music Corp, die seit 2009 zur kanadischen Unternehmensgruppe JAM Industries zählt. Die Markenentwicklung sitzt weiterhin in Chicago, ein Teil der US-Fertigung läuft laut Unternehmensangaben im Bundesstaat Ohio. Direkten Bezug zur ursprünglichen Gründerfamilie Lyon und Healy gibt es seit dem Verkauf der Gitarrensparte 1928 nicht mehr.
Häufige Fragen zur Washburn Westerngitarre
Wer hat die Marke Washburn gegründet?
Die Chicagoer Musikhändler George W. Lyon und Patrick J. Healy gründeten 1864 das Unternehmen Lyon & Healy, aus dessen Zupfinstrumenten-Sparte 1883 die Marke Washburn entstand. Der Name geht auf den zweiten Vornamen von Mitgründer George Washburn Lyon zurück.
Wem gehört die Marke Washburn heute?
Die Marke Washburn gehört heute der US Music Corp, die seit 2009 Teil der kanadischen Unternehmensgruppe JAM Industries ist. Zuvor war die Produktion von 1928 bis 1974 vollständig eingestellt.
Wo werden Washburn Westerngitarren gebaut?
Washburn baut die Modelle der Heritage- und Festival-Serie überwiegend in Indonesien und China, nachdem die frühere Fertigung in Korea seit etwa 2017 größtenteils dorthin verlagert wurde. Nur ausgewählte Custom-Modelle entstehen weiterhin in den USA.
Welche bekannten Musiker spielen Washburn-Gitarren?
Zu den bekanntesten Endorsern von Washburn zählt der E-Gitarrist Nuno Bettencourt von Extreme, der seit den 1990er Jahren ein eigenes Signature-Modell spielt. Auch die Musiker Warren Haynes und Ola Englund sind aktuell mit eigenen Washburn-Modellen gelistet.
Was kostet eine Washburn Westerngitarre neu?
Die günstigsten Modelle der Heritage-Serie kosten laut dem Preisführer guitarprice.net ab rund 349 US-Dollar, die Serie reicht nach oben bis gut 1.000 US-Dollar. Festival- und Comfort-Serie liegen mit 449 bis 899 US-Dollar in einem ähnlichen Rahmen.
Quellen
- Washburn Guitars, Wikipedia (englisch), abgerufen am 8. Oktober 2026
- U.S. Music Corporation's Gil Soucy Discusses Washburn Guitars, MMR Magazine, abgerufen am 8. Oktober 2026
- Washburn Guitar Price List 2026, guitarprice.net, abgerufen am 8. Oktober 2026
- Best Washburn Electric Guitars Made In Indonesia, findmyguitar.com, abgerufen am 8. Oktober 2026
Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.
Weitere Artikel in Saiteninstrumente

Wer spielt eine Westerngitarre?
Wenn man sich mit der Beschaffung einer Westerngitarre befasst, so werden viele Fragen auftauchen, die vor einem Kauf beantwortet werden sollten, unteranderem steht hier die Frage "Wer spielt eine Westerngitarre. Dies ist wichtig, um herauszufinden, ob diese Art von Gitarre zum gespielten Musikstil oder der eigenen Persönlichkeit passt. Allgemein ist dazu zu sagen, dass diese Art der Gitarren in den Genres Folk , Akustik , Rockballaden , Blues und Jazz eingesetzt wird. Berühmte Musiker - Wer spielt eine Westerngitarre.

Westerngitarre
Die Westerngitarre ist eine Akustikgitarre mit Stahlsaiten, größerem Korpus und geschlossener Kopfplatte. Stahlsaiten statt Nylonsaiten erzeugen einen helleren und kräftigeren Ton als die Konzertgitarre und machen sie zum Standardinstrument in Country, Folk, Blues und Rock. Viele Modelle tragen zusätzlich einen Cutaway für die hohen Lagen und einen Tonabnehmer, der sie elektroakustisch an einen Verstärker anschließbar macht. Die Dreadnought-Form baut dabei am häufigsten, Jumbo und Auditorium bieten größere und ausgewogenere Alternativen.

Westerngitarre für Linkshänder - ein reduziertes Angebot
So gut wie alle Saiteninstrumente werden mit der rechten Hand angeschlagen und mit der linken Hand gegriffen. Beide Hände, ob man Linkshänder oder Rechtshänder ist, sind also am Gitarrenspiel beteiligt. Für einen Linkshänder stellt sich jetzt aber die Frage: Will ich auf einer "normalen" Akustikgitarre spielen, oder lieber auf einer Westerngitarre für Linkshänder.

Ibanez V50 NJP-NT Jampack im Review
Mit der V50 NJP-NT hat Ibanez das Rundum-Paket für Einsteiger geschnürt. Neben der Westerngitarre der V-Serie bietet das Jampack noch allerlei Zubehör. Mit einem Preis von 99 Euro kann der Traum vom Gitarrespielen für Jeden in Erfüllung gehen.