
3 Instrumente aus Afrika
Herkunft, Aufbau und Klang im Überblick

Schlaginstrumente
Kalimba
Die Kalimba ist ein Lamellophon aus gestimmten Metallzungen auf einem Resonanzkörper aus Holz, die der Spieler mit den Daumennägeln zupft. Sie gehört zur Familie der afrikanischen Lamellophone, zu der auch die Mbira der Shona in Simbabwe zählt, ist mit dieser aber nicht identisch: Die heute weltweit verbreitete Bauform mit 17 Zungen in C-Dur geht auf eine Standardisierung im 20. Jahrhundert zurück. Die Zungen stehen nicht der Reihe nach, sondern mit dem tiefsten Ton in der Mitte und abwechselnd nach rechts und links ansteigend.

Zupfinstrumente
Kora
Die Kora ist ein 21-saitiges Harfenlaute-Instrument (Chordophon) aus Westafrika und gilt als eines der komplexesten Saiteninstrumente der Welt. Sie ist seit Jahrhunderten fest in der Griot-Tradition, Jaliya genannt, der Mandinka in Mali, Senegal, Gambia und Guinea verwurzelt, wo sie von Angehörigen bestimmter Musikerfamilien zur Begleitung von Gesang, Geschichtenerzählung und Preisliedern gespielt wird.

Schlaginstrumente
Djembe
Die Djembe ist eine westafrikanische Handtrommel aus der Mande-Region: Mali, Guinea, die Elfenbeinküste und Burkina Faso. Ihr becherförmiger Korpus entsteht aus einem einzigen Stück Hartholz, die obere Öffnung trägt ein einzelnes, unbehandeltes Ziegenfell. Traditionell fertigten Angehörige der Numu, einer westafrikanischen Schmiedekaste, die Trommel. Je nach Anschlagstelle und Handhaltung erzeugt die Djembe einen von drei Grundklängen: Bass, Ton und Slap.