Bazooka

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Bild: Valentinos Loucaides / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Die Bazooka ist ein kurioses Blechblasinstrument, das der US-amerikanische Komiker und Musiker Bob Burns um 1905 aus zwei ineinandergesteckten Gasrohren und einem Trichter als Schalltrichter gebaut hat. Es funktioniert nach dem Prinzip einer Posaune: Ein inneres Rohr gleitet in einem äußeren Rohr hin und her, wodurch sich die klingende Rohrlänge und damit die Tonhöhe verändert.

Die Bazooka ist ein kurioses Blechblasinstrument, das der US-amerikanische Komiker und Musiker Bob Burns um 1905 aus zwei ineinandergesteckten Gasrohren und einem Trichter als Schalltrichter gebaut hat. Es funktioniert nach dem Prinzip einer Posaune: Ein inneres Rohr gleitet in einem äußeren Rohr hin und her, wodurch sich die klingende Rohrlänge und damit die Tonhöhe verändert. Gespielt wird die Bazooka mit einem kleinen, kesselförmigen Mundstück, ähnlich wie bei einer Trompete oder Posaune, wobei sie schräg wie eine Posaune vor dem Körper gehalten wird. Ihren Namen erhielt sie vermutlich durch das charakteristische, tuckernde Blubbern, das sie beim Spielen von sich gab - das gleiche Wort wurde später auch für die aus dem Zweiten Weltkrieg bekannte Panzerabwehrwaffe verwendet, die wegen ihrer ähnlichen Rohrform nach dem Instrument benannt wurde und nicht umgekehrt. Als ernsthaftes Orchesterinstrument war die Bazooka nie gedacht; sie war von Anfang an ein komisches Bühnenrequisit für Vaudeville- und Radioauftritte.

Wie klingt die Bazooka?

Der Klang der Bazooka ist tief, blechern und leicht schnarrend, ähnlich einer sehr einfachen, groben Posaune. Durch die selbstgebaute Konstruktion aus Gasrohren klingt sie weniger sauber und obertonreich als ein professionelles Blechblasinstrument, was gerade ihren komischen, tuckernden Charakter ausmacht. Der Klang ist eher rau und blubbernd als klar und war genau deshalb auf der Bühne wirkungsvoll: Er sorgte für Lacher, nicht für musikalische Finesse. Große dynamische oder klangliche Vielfalt ist von dem Instrument nicht zu erwarten, dafür aber ein unverwechselbarer, humorvoller Grundcharakter.

Woraus besteht die Bazooka?

Eine Bazooka ist ein selbstgebautes, schräg vor dem Körper gehaltenes Blechblasinstrument, das ursprünglich tatsächlich aus zwei ineinandergesteckten Gasrohren bestand. Ein dünneres Innenrohr lässt sich wie bei einer Posaune in einem weiteren Außenrohr hin- und herschieben; je nachdem, wie weit das Rohr ausgezogen ist, verändert sich die Länge der schwingenden Luftsäule und damit die Tonhöhe. Am unteren Ende sitzt ein trichterförmiger Aufsatz, oft aus einer umfunktionierten Metallschale, der als Schalltrichter dient und den Klang verstärkt. Am oberen Ende befindet sich ein kleines, kesselförmiges Mundstück, wie man es von Blechblasinstrumenten kennt. Ein Ventilsystem besitzt die Bazooka nicht; die Tonhöhe wird ausschließlich über die Zugposition des inneren Rohres verändert, ganz ähnlich wie beim Zug einer Posaune. Die Gesamtlänge des ausgezogenen Instruments liegt meist zwischen einem und anderthalb Metern.

Wie spielt man die Bazooka?

Die Bazooka wird wie eine vereinfachte Posaune gespielt: Der Spieler hält das Instrument schräg vor dem Körper, setzt die Lippen auf das kleine Metallmundstück und erzeugt den Ton durch Lippenspannung und Anblasen, genau wie bei anderen Blechblasinstrumenten. Mit der freien Hand wird das innere Rohr wie ein Posaunenzug hin- und hergeschoben, um verschiedene Tonhöhen zu erzeugen; feste Griffe oder Tasten gibt es nicht.

Da nur wenige, grob abgestufte Zugpositionen möglich sind, lassen sich auf der Bazooka keine komplexen Melodien spielen, wohl aber tiefe, comichafte Blubbergeräusche und einfache, rhythmische Tonfolgen.

Berühmt wurde diese Spielweise durch den Komiker Bob Burns, der die Bazooka in seinen Radio- und Bühnenauftritten als komisches Soloinstrument einsetzte und dabei Sprechgesang mit den blubbernden Tönen des Instruments kombinierte.

Ernsthafte musikalische Virtuosität steht bei der Bazooka klar hinter dem komödiantischen Effekt zurück. Mit ein wenig Übung und Geduld können Spielerinnen und Spieler dennoch überraschend ausdrucksstarke, humorvolle Klangeffekte erzeugen und ein Publikum in ihren Bann ziehen.

Typische Musikstile mit der Bazooka

Die Bazooka war nie Teil eines etablierten Musikstils, sondern ein Requisit der amerikanischen Unterhaltungskultur der 1930er- und 1940er-Jahre. Bob Burns, der das Instrument nach eigenen Angaben schon als Jugendlicher in seiner Heimatstadt Van Buren in Arkansas aus zwei Gasrohrstücken und einem Trichter zusammengebaut hatte, setzte es später professionell in Vaudeville-Shows und im Radio ein.

Landesweit bekannt wurde die Bazooka vor allem durch Burns' eigene Radiosendung sowie durch mehrere Hollywoodfilme der 1930er- und 1940er-Jahre, in denen er als Comedian auftrat und das selbstgebaute Instrument als komisches Markenzeichen präsentierte. Meist kombinierte er dabei blubbernde, tiefe Töne mit pointierten Sprüchen und musikalischer Begleitung durch ein reguläres Ensemble im Hintergrund.

Als vollwertiges Instrument in Jazz, Big Bands oder klassischer Musik wurde die Bazooka dagegen nie ernsthaft eingesetzt; ihr Erfolg blieb zeit ihres Bestehens eng an die Person Bob Burns und seine komödiantischen Auftritte gebunden, wodurch sie bis heute eher als kurioses Requisit der Unterhaltungsgeschichte denn als Instrument eines bestimmten Musikgenres in Erinnerung geblieben ist.

Bekannte Lieder mit der Bazooka

Da die Bazooka nie ein reguläres Orchester- oder Bandinstrument war, gibt es keine bekannten Songs, die eigens für sie geschrieben wurden. Bekannt ist sie stattdessen vor allem für ihren Einsatz durch den Komiker und Entertainer Bob Burns, der das selbstgebaute Instrument von den 1930er- bis in die 1940er-Jahre in seiner Radiosendung sowie in mehreren Hollywoodfilmen als komisches Markenzeichen verwendete. Burns' Auftritte mit der Bazooka machten das Instrument landesweit in den USA bekannt, blieben aber eine humorvolle Randerscheinung der Unterhaltungsmusik statt fester Bestandteil eines Musikgenres.

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