Die Zither ist ein Zupfinstrument aus der Familie der Kastenzithern: ein flacher, nahezu rechteckiger Holzkasten, dessen Saiten über den ganzen Korpus gespannt sind, statt wie bei einer Gitarre über einen Hals zu laufen. Entwickelt wurde sie in den mitteleuropäischen Alpenländern, wo sie bis heute vor allem in der Volksmusik gespielt wird, mittlerweile ist sie aber weit über diese Region hinaus bekannt.
Geschichte der Zither
Zither-ähnliche Instrumente lassen sich bis ins antike Griechenland zurückverfolgen. Insbesondere das Monochord, ein einsaitiges Instrument zur Untersuchung von Tonverhältnissen, gilt oft als früher Vorläufer der heutigen Zither. Auch im Mittelalter entstanden Instrumente mit vergleichbarer Grundbauweise: Scheitholt und Psalterium zählen unter Experten ebenfalls zu den Vorläufern. Verwandte Kastenzithern finden sich zudem im asiatischen Raum sowie in einzelnen Ländern Skandinaviens und des Baltikums.
Wie ist eine Zither aufgebaut?
Der Korpus einer Zither ist ein nahezu rechteckiger, flacher Holzkasten mit einem Schallloch etwa in der Mitte des Gehäuses. Über einen Teil des Korpus verläuft ein mit chromatischen Bünden versehenes Griffbrett, auf dem die Melodiesaiten liegen; die übrigen Saiten schwingen frei über dem Schallloch.
Eine klassische Konzertzither hat meist fünf Melodiesaiten über dem Griffbrett, in Quinten gestimmt. Dazu kommen 27 bis 37 freie Begleitsaiten, die in Bündeln von vier bis sieben Saiten angeordnet sind; jedes Bündel ergibt zusammen gegriffen einen Akkord, die stark umwickelte Basssaite steht dabei meist etwas abgesetzt von den übrigen.
Im Laufe der Zeit haben sich mehrere Bauformen herausgebildet. Heute überwiegt im deutschsprachigen Raum die Konzertzither. Aus früheren Zeiten sind daneben die Salzburger und die Mittenwalder Form bekannt, die sich vor allem in der Ausformung des Gehäuses von der modernen Konzertzither unterscheiden.
Wie spielt man Zither?
Beim Zitherspiel übernehmen die beiden Hände getrennte Aufgaben. Die linke Hand greift die Melodiesaiten auf dem Griffbrett zwischen den Bünden. Die rechte Hand schlägt die gegriffenen Melodiesaiten mit dem Daumen an, der dafür einen speziellen Ring, den Zitherring, trägt, während die übrigen vier Finger der rechten Hand gleichzeitig die freien Begleitsaiten zupfen.
Was kostet eine Zither?
Gebrauchte Konzertzithern liegen bei Fachhändlern derzeit etwa zwischen 450 und 1.850 Euro, abhängig von Saitenzahl, Zustand und Hersteller (der-musikbrunnen.eu, Stand September 2026). Neue Instrumente von spezialisierten Zitherbauern reichen von einfacheren Schüler- und Reisezithern bis zu hochwertigen Konzertzithern mit deutlich höheren Preisen; wer anfängt, kann eine Zither bei einer Musikschule oder einem Zitherbauer auch leihen, statt gleich zu kaufen.
Wie klingt eine Zither?
Sie sind neugierig geworden und wollen wissen, wie dieses Instrument klingt? Dann sehen Sie sich das folgende Video an und machen Sie sich einen Eindruck vom Klang der Zither.




