Takamine Westerngitarre

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Nahaufnahme einer Takamine-Kopfplatte mit Schriftzug. Foto: connie_sf / Pixabay.
Nahaufnahme einer Takamine-Kopfplatte mit Schriftzug. Foto: connie_sf / Pixabay.

Zusammenfassung

Takamine ist ein japanischer Hersteller von Westerngitarren mit Sitz in Sakashita in der Präfektur Gifu. Das Unternehmen entstand 1959 als kleine Gitarrenwerkstatt und trägt seit 1962 den Namen des nahe gelegenen Bergs Takamine. Bekannt wurde die Marke vor allem durch den 1978 vorgestellten Palathetic-Tonabnehmer, eines der ersten praxistauglichen Systeme für elektroakustische Westerngitarren. Bis heute setzen viele Takamine-Modelle auf dieses Under-Saddle-System mit sechs einzeln abgeschirmten Piezo-Elementen.

Takamine ist ein japanischer Hersteller von Westerngitarren mit Sitz in Sakashita, einem Ortsteil der Stadt Nakatsugawa in der Präfektur Gifu. Das Unternehmen entstand 1959 als kleine Gitarrenwerkstatt in Familienhand und trägt seit 1962 den Namen des Bergs Takamine, der vom neuen Werkstattstandort aus zu sehen war. Bekannt wurde die Marke vor allem durch den 1978 vorgestellten Palathetic-Tonabnehmer, eines der ersten praxistauglichen Systeme für die elektroakustische Westerngitarre. Neben Instrumenten für Einsteiger baut Takamine bis heute auch Signature-Modelle für einzelne Musiker, etwa für den Country-Sänger Garth Brooks.

1959Gründung der Werkstatt
1962Umbenennung nach dem Berg Takamine
1978Palathetic-Tonabnehmer vorgestellt
6Piezo-Elemente im Steg

Wie ist der Hersteller Takamine entstanden?

Takamine entstand 1959 als kleine Gitarrenwerkstatt in Sakashita, einem Ort in der japanischen Präfektur Gifu. Weil die Gitarrenmusik in Japan zu jener Zeit an Popularität gewann, baute die Werkstatt zunächst vor allem klassische Gitarren und Mandolinen. Den Namen Takamine Gakki trägt das Unternehmen seit Mai 1962: Vom neuen Werkstattstandort aus fiel der Blick auf den nahen Berg Takamine, und die Firma übernahm dessen Namen. 1968 kam der Gitarrenbauer Mass Hirade dazu und führte zahlreiche Verbesserungen in Konstruktion und Fertigung ein, wenig später übernahm er die Unternehmensführung. Mehrere klassische Gitarrenmodelle von Takamine tragen bis heute seinen Namen.

1959 Werkstatt in Sakashita gegründet 1962 Umbenennung nach dem Berg Takamine 1968 Mass Hirade tritt ein 1978 Palathetic-Tonabnehmer vorgestellt 1979 PT-007S als erstes Modell
Von der Werkstattgründung 1959 bis zum ersten Serienmodell mit Palathetic-Tonabnehmer 1979 vergingen zwanzig Jahre.

Was macht den Takamine Palathetic-Tonabnehmer besonders?

Der Palathetic-Tonabnehmer sitzt unter dem Sattel und misst die Schwingung jeder Saite einzeln. Sechs eigenständig abgeschirmte Piezo-Elemente durchdringen Stegeinlage, Decke und Steg und liegen direkt am Sattel an, ein Element je Saite. Ein gewöhnlicher Under-Saddle-Tonabnehmer bündelt die Schwingung aller Saiten dagegen meist in einem einzigen durchgehenden Sensorstreifen. Durch die sechs getrennten Elemente bringt Takamine mehr als das Zehnfache an Sensormasse in den Kontaktpunkt, was die Lautstärke zwischen den Saiten gleichmäßiger hält, die Dynamik verbessert und elektromagnetische Einstreuung verringert. Takamine stellte das System 1978 vor, 1979 folgte mit der PT-007S das erste Serienmodell damit. Seither hat sich am grundlegenden Aufbau wenig geändert. 2004 ergänzte Takamine die Elektronik um den CoolTube-Vorverstärker CTP-1, nach Angaben des Herstellers der erste eingebaute Röhrenvorverstärker für Akustikgitarren. Eine Doppeltriode arbeitet darin bei so niedriger Spannung, dass sie nicht glüht und die Hölzer im Korpus keiner schädlichen Wärme ausgesetzt sind.

Der Palathetic-Tonabnehmer misst jede Saite einzeln, nicht die Brücke als Ganzes. Sechs Piezo-Elemente sitzen direkt unter dem Sattel und liegen an jeder Saite für sich an, deshalb bleibt die Lautstärke zwischen den Saiten gleichmäßiger als bei einem einzelnen durchlaufenden Sensorstreifen.

Welche Bauformen und Baureihen bietet Takamine an?

Takamine baut Westerngitarren in mehreren eigenen Korpusformen. Neben der klassischen Dreadnought-Form und der breiten Jumbo-Form gehört dazu die 1992 eingeführte NEX-Form, eine auf Dreadnought-Maße verkleinerte Jumbo-Form mit schmalerer Taille für einen ausgeglichenen Klang bei geringerem Körpervolumen. Die FXC-Form folgt den Proportionen einer Grand-Concert-Gitarre, die New-Yorker-Form ist die kleinste Vollmensur-Gitarre im Programm. Fast jede Baureihe gibt es sowohl mit als auch ohne Cutaway und mit unterschiedlichen Tonabnehmer-Ausstattungen. Takamine baut daneben auch klassische Gitarren mit Nylonsaiten, der Schwerpunkt der Marke liegt aber klar bei der Westerngitarre mit Stahlsaiten.

Welche Kennzahlen beschreiben den Hersteller Takamine?

Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Daten zum Hersteller Takamine zusammen.

MerkmalAngabe
HerkunftslandJapan
FirmensitzSakashita, Nakatsugawa, Präfektur Gifu
Gründung1959 als Gitarrenwerkstatt, seit 1962 unter dem Namen Takamine
SchwerpunktWesterngitarren mit Stahlsaiten, daneben klassische Gitarren
Bekanntes SystemPalathetic-Tonabnehmer, vorgestellt 1978
Erstes Modell mit diesem SystemPT-007S (1979)
VorverstärkerCoolTube CTP-1 mit Röhre, seit 2004
Eigene Korpusformenunter anderem Dreadnought, Jumbo, NEX, FXC, New Yorker

Welche Musiker spielen Takamine-Gitarren?

Der Country-Musiker Garth Brooks spielt seit den späten 1980er Jahren Gitarren von Takamine. Nach ihm benannte das Unternehmen 1996 das Signature-Modell GB7C, dessen Schallloch nicht rund, sondern in Gitarrenform ausgeschnitten ist, eine Idee aus einem Musikvideo von Brooks. Auch Toby Keith, Kenny Chesney und der frühere Eagles-Gitarrist Glenn Frey erhielten eigene Takamine-Signature-Modelle. Bruce Springsteen zählt laut Angaben des Herstellers ebenfalls zu den Musikern, die Takamine-Gitarren spielen.

Häufige Fragen zu Takamine-Gitarren

Wann wurde Takamine gegründet?

Takamine wurde 1959 als kleine Gitarrenwerkstatt in Sakashita in der japanischen Präfektur Gifu gegründet. Den Namen Takamine trägt das Unternehmen seit 1962, benannt nach dem Berg, der vom neuen Werkstattstandort aus zu sehen war. 1968 kam der Gitarrenbauer Mass Hirade dazu und prägte die Fertigung in den folgenden Jahrzehnten maßgeblich.

Was ist der Palathetic-Tonabnehmer von Takamine?

Der Palathetic-Tonabnehmer ist ein 1978 vorgestelltes Under-Saddle-System von Takamine mit sechs einzeln abgeschirmten Piezo-Elementen, eines je Saite. Die Elemente durchdringen Stegeinlage, Decke und Steg und liegen direkt am Sattel an. Gegenüber einem einzelnen durchgehenden Sensorstreifen liefert das System eine gleichmäßigere Lautstärke zwischen den Saiten und mehr Dynamik.

Baut Takamine nur Westerngitarren?

Takamine baut überwiegend Westerngitarren, daneben aber auch klassische Gitarren mit Nylonsaiten. Der Schwerpunkt der Produktion liegt seit den Anfängen der Firma auf Stahlsaiten-Instrumenten, während die klassischen Modelle einen kleineren Teil des Programms ausmachen.

Welche bekannten Musiker spielen Takamine-Gitarren?

Zu den bekannten Musikern, die Takamine-Gitarren spielen oder gespielt haben, zählen Garth Brooks mit seinem eigenen Signature-Modell GB7C, der frühere Eagles-Gitarrist Glenn Frey, Toby Keith, Kenny Chesney und Bruce Springsteen. Takamine listet diese und weitere Künstler auf der eigenen Firmenwebsite als Nutzer der Marke.

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