Sopran-Mandoline

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Bild: Ana-Maria Tegzes / Shutterstock.com
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Zusammenfassung

Die Sopran-Mandoline – meist einfach „Mandoline“ genannt – ist ein gezupftes Saiteninstrument aus der Lautenfamilie und bildet die höchste, führende Stimme in der Mandolinenfamilie, zu der auch die tieferen Mandola, Mandocello und Mandobass gehören. Sie entstand Mitte des 18. Jahrhunderts in Neapel, wo vor allem die Instrumentenbauerfamilie Vinaccia die bis heute als „neapolitanisch“ bekannte Bauform mit gewölbtem Rippenboden prägte.

Die Sopran-Mandoline – meist einfach „Mandoline“ genannt – ist ein gezupftes Saiteninstrument aus der Lautenfamilie und bildet die höchste, führende Stimme in der Mandolinenfamilie, zu der auch die tieferen Mandola, Mandocello und Mandobass gehören. Sie entstand Mitte des 18. Jahrhunderts in Neapel, wo vor allem die Instrumentenbauerfamilie Vinaccia die bis heute als „neapolitanisch“ bekannte Bauform mit gewölbtem Rippenboden prägte. Klassisch besitzt die Mandoline acht Saiten in vier Chören (Saitenpaaren), die – wie bei der Violine – in Quinten gestimmt sind. Sie wird sowohl in der klassischen Musik als auch in Folk, Bluegrass, Pop und Rock eingesetzt und gilt als eines der bekanntesten Zupfinstrumente überhaupt.

Sopran-Mandoline Klang

Die Sopran-Mandoline hat einen hellen, silbrig-glitzernden Klang, der durch die doppelt besaiteten Chöre eine charakteristische, leicht schwebende Klangfarbe erhält. Da einzelne Töne auf den Metallsaiten schnell verklingen, wird häufig mit dem sogenannten Tremolo gespielt – einem sehr schnellen, gleichmäßigen Wechselschlag mit dem Plektrum –, um Töne klanglich zu „halten“ und dem Instrument eine singende, anhaltende Melodielinie zu verleihen. Im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten setzt sich die Mandoline dank ihrer hohen Lage und der metallischen Obertöne gut durch, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Sopran-Mandoline Bau

Die klassische neapolitanische Mandoline besitzt einen tief gewölbten, aus vielen einzelnen Holzspänen zusammengesetzten Rippenboden (daher auch „Schalenhals-Mandoline“ genannt) sowie eine flache Decke aus Fichten- oder Tannenholz. Daneben existieren flachbödige Bauformen, etwa die amerikanische Flat-Back-Mandoline oder die aus dem Bluegrass bekannte F-Mandoline mit geschwungenem Korpusausschnitt. Der Hals trägt ein Griffbrett mit Bünden, an dessen Ende eine Kopfplatte mit Mechaniken zum Stimmen der Saiten sitzt. Die acht Saiten – vier Saitenpaare, gestimmt wie eine Violine in Quinten (g–d′–a′–e′′) – laufen über einen freischwingenden Steg zu einem Saitenhalter am unteren Korpusrand; ihre Schwingungen werden über den Steg auf die Decke und den Resonanzkörper übertragen. Elektrisch verstärkte Mandolinen besitzen zusätzlich einen Tonabnehmer.

Sopran-Mandoline Spielweise

Gespielt wird die Mandoline meist mit einem Plektrum, das die Saitenchöre anschlägt, während die linke Hand auf dem Griffbrett greift und so die Tonhöhe bestimmt. Weil einzelne Anschläge auf den Metallsaiten schnell abklingen, greifen Mandolinistinnen und Mandolinisten häufig auf das Tremolo zurück – einen sehr raschen, gleichmäßigen Auf-und-ab-Anschlag –, um längere Töne klanglich zu tragen. Einzelne Saiten können solistisch angezupft werden, ebenso lassen sich durch gleichzeitiges Anschlagen mehrerer Chöre Akkorde spielen, wie es etwa im Bluegrass für den charakteristischen Rhythmus-„Chop“ auf dem Off-Beat üblich ist. Neben der klassischen Solo- und Ensemblespielweise wird die Mandoline in Folk- und Bluegrass-Bands häufig improvisierend eingesetzt, was eine gute Hand-Augen-Koordination sowie schnelle, präzise Fingerfertigkeit erfordert.

Typische Musikstile mit dem Sopran-Mandoline

Die Mandoline hat eine lange klassische Tradition: Bereits im 18. Jahrhundert schrieb Antonio Vivaldi eigene Konzerte für das Instrument, auch Wolfgang Amadeus Mozart setzte sie als Begleitung ein. Im 20. Jahrhundert wurde sie zu einem zentralen Instrument des amerikanischen Bluegrass sowie der irischen und europäischen Folkmusik. Seit den 1970er Jahren taucht sie zudem immer wieder in Pop- und Rockproduktionen auf, wo sie als akustisches Farbelement eingesetzt wird, ohne dass die Musikrichtung insgesamt auf ihr aufbaut.

Bekannte Lieder mit dem Sopran-Mandoline

1. Antonio Vivaldis Konzert für Mandoline und Streicher in C-Dur (RV 425) – eines der bekanntesten klassischen Werke für das Instrument. 2. Die Serenade „Deh vieni alla finestra“ aus Mozarts Oper „Don Giovanni“, bei der die Titelfigur sich selbst auf der Mandoline begleitet. 3. „The Battle of Evermore“ von Led Zeppelin (1971), auf dem Jimmy Page die Mandoline von John Paul Jones spielte. 4. „Losing My Religion“ von R.E.M. (1991), dessen Hauptriff von Peter Buck auf der Mandoline gespielt wird. 5. „Maggie May“ von Rod Stewart (1971), mit einem markanten Mandolinenpart von Ray Jackson.

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