Arbeiten mit Musik – diese Möglichkeiten gibt es

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Klaus Malke
Arbeiten mit Musik – diese Möglichkeiten gibt es
Arbeiten mit Musik – diese Möglichkeiten gibt es

Zusammenfassung

Das Hobby zum Beruf machen. Liebst du Musik und möchtest damit regulär dein Geld verdienen. Das ist ein realistischer Wunsch. Dafür muss niemand ein zweiter Michael Jackson oder Mozart sein.

Das Hobby zum Beruf machen? Liebst du Musik und möchtest damit regulär dein Geld verdienen? Das ist ein realistischer Wunsch. Dafür muss niemand ein zweiter Michael Jackson oder Mozart sein. Neben einer Künstlerkarriere gibt allerlei interessante Berufsbilder rund um Musik. Dafür musst du meistens kein Musikstudium absolvieren. Oft musst du nicht einmal ein Instrument perfekt beherrschen. Wir stellen hier die Möglichkeiten vor.

Von Handwerk bis Medienwirtschaft – Musik spielt in vielen Branchen eine Rolle

Bei Berufen mit Musik denken die meisten zuerst an Sänger, Komponisten, Orchestermusiker, Musikbands und DJs. Diese künstlerischen Tätigkeiten sind am engsten mit Musik verbunden. Erweitert wird der Kreis seit neuestem um Arbeitsplätze, bei denen Musik mit digitalen Mitteln erzeugt und bearbeitet wird. Dazu gehören die Beat- und Audiodesigner. Traditionell ausgerichtet sind die pädagogischen Tätigkeiten à la Musiklehrer, die ihren Unterricht an Schulen oder privat erteilen. Handwerk ist eine weitere Variante.

Die Herstellung von Musikinstrumenten erfolgt oft in sorgfältiger Handarbeit wie beim Geigenbau. Praktisches Geschick lässt sich aber auch in technischen Berufsbereichen einsetzen. Dazu gehören Ton- und Veranstaltungstechniker. Sogar Lichttechniker haben viel mit Musik zu tun, wenn sie Bühnen ausleuchten. Wer lieber im Büro arbeitet oder sich für Betriebswirtschaft interessiert, kann ins Musikmarketing oder anderweitig in die Medienwirtschaft einsteigen. Tätigkeiten rund um das Musikgewerbe erfordern also nicht zwingend eigene Gesangskünste oder die Fähigkeit, ein perfektes E-Gitarren-Riff zu spielen. Ein grundsätzliches Gefühl für Musik ist aber natürlich trotzdem notwendig.

Studium – Ausbildung – Fortbildung – Weiterbildung? Welcher Weg ist stimmig?

Um einen Berufsweg im Bereich Musik zu ergreifen, schaue dir zuerst deine persönlichen Voraussetzungen an. Wenn du noch jung bist, kann der Weg in ein musikgeprägtes Arbeitsumfeld direkt nach der Schule erfolgen. Dann geht es um die Entscheidung für Studium oder Ausbildung. Eine Fortbildung kommt in Frage, wenn du schon eine Ausbildung abgeschlossen bzw. Berufserfahrung gesammelt hast. Sie knüpft an deine bestehenden Qualifikationen an. Ideal ist dafür oft eine Erweiterungsfortbildung. Ein typisches Beispiel wäre, wenn jemand eine Ausbildung zum Mediengestalter in Ton und Bild gemacht hat und sich dann zum Tontechniker fortbildet.

Eine Aufstiegsfortbildung liegt vor, wenn ein Tontechniker die Qualifikation als Tonmeister erwirbt. Warst du bisher in einem Job ohne musikalische Ausrichtung tätig, ist eine Weiterbildung empfehlenswert. Sie ermöglicht eine echte Neuausrichtung. Dank dieser vielfältigen Bildungsmöglichkeiten gibt es mehrere Wege, um sich den Traum von einer Arbeit mit Musik zu erfüllen.

Studium als Weg in den Musikberuf

Wer vom Bühnendasein träumt, kann sich für ein künstlerisches Musikstudium entscheiden. Darin geht es um die professionelle Beherrschung von Instrument, Gesang, Tanz oder Komposition. Diese Studiengänge befähigen zur Arbeit als echter Musikkünstler – beispielsweise in Oper, Theater, Konzerthaus oder Musical. Allerdings bietet dieser Weg selten eine gesicherte Existenz. Weniger hart und steinig ist ein Studium der Musikwissenschaft. Sie legt den Grundstein für eine Arbeit als Dramaturg, Regisseur oder in der Musikbranche allgemein. Auch die Forschung gehört dazu. Alternativ besteht die Möglichkeit zum pädagogischen Studium mit dem Berufsziel Musiklehrer. Wer sich eher für Technik interessiert, kann Elektro- oder Informationstechnik studieren und sich als Toningenieur spezialisieren. Er leitet die Aufnahmen in Studioproduktionen oder Musikübertragungen.

Ausbildung für Berufe mit Musik

Die klassische Berufsausbildung bietet viele Chancen für einen Arbeitsplatz mit musikalischen Themen. Das beginnt mit der Ausbildung als Verkäufer im Musikfachhandel. Bei dieser Tätigkeit berätst du Kunden, die ein Instrument kaufen wollen. Falls du lieber direkt in den Instrumentenbau einsteigen möchtest, bieten sich diese Ausbildungen an: Geigenbauer oder Bogenmacher, Zupf- oder Holzblas- oder Handzuginstrumentenmacher, Klavier- und Cembalobauer, Orgel- und Harmoniumbauer oder Metallblasinstrumentenmacher.

Bei den kaufmännischen Ausbildungen erlaubt dir der Beruf Mediengestalter für Ton und Bild die digitale Arbeit mit Film, Bild, Grafik und Musik. Entscheidest du dich für Event-Manager, kannst du Musikveranstaltungen organisieren. Interessiert dich eher etwas Pädagogisches jenseits von Musiklehrer? Dann führt dich die Ausbildung zum Atem-, Stimm- und Sprechlehrer weiter. Denn in diesem Beruf kannst du Sänger bei der richtigen Atemtechnik unterstützen oder Chöre betreuen. Oder du entscheidest dich für die Ausbildung zum Tanzlehrer. Er arbeitet in Tanzschulen und gibt Tanzkurse.

Technische Musikberufe dank Fortbildung

Allerlei attraktive Musikberufe erlangst du direkt über Fortbildungen. Das betrifft zum Beispiel Tätigkeiten, bei denen du mit Synthesizern, Software und PC-basierte Musik arbeitest oder dich um die Technik kümmerst – vom Mikro bis zur Aufnahme. Dazu gehören Arbeitsplätze als Beatdesigner, Musikassistent, Tonassistent, Tontechniker, Audio-Designer für Musik, Musikdesigner oder Technischer Tonmeister. Dabei überschneiden sich manche Berufsbilder. Der Tonassistent pegelt Mikrofone aus, erstellt Musikaufnahmen sowie Audiodateien und setzt Klangerzeuger ein.

Der Tontechniker verwendet zusätzlich komplexe Software und arbeitet mit Samplern und Equalizern. Technische Tonmeister übernehmen die Musikregie für Studioaufnahmen und kümmern sich um den Ton für Radio- und Fernsehaufnahmen. Der studierte Toningenieur wiederum übernimmt die technische Leitung von der Schaltung bis zur Übertragung. Aus Kostengründen werden aber meistens nicht alle tontechnischen Berufe gemeinsam eingesetzt. Manche Rundfunkanstalten wie die ARD verzichten auf Toningenieure wegen ihres Gehalts und übergeben die komplette Leitung den Tonmeistern. Genau umgekehrt ist es, wenn Toningenieure und Tonmeister zusätzlich die Arbeiten von Tontechnikern übernehmen. Denn auch diese werden manchmal aus Kostengründen eingespart. Wer also in diesem Berufsfeld genau welche Aufgaben übernimmt, ist immer ein wenig im Fluss.

Sonstige Musikberufe

Der Weg ins Musikbusiness hat noch mehr Optionen. Musikverleger vermarkten die Arbeit von Künstlern. Die Musikredakteure schreiben darüber. Zudem gibt es weiterhin das gute alte Plattenlabel. In dieser sogenannten Tonträgerindustrie gibt es diverse Jobs, die mit digitalen Skills, Betriebswirtschaft oder Talentscouting zu tun haben. Letzteres übernimmt der Artist- und Repertoire-Manager. Ein Manager New Media wertet aus, wie viele Downloads auf Download-Plattformen generiert werden. So lange es noch den CD- und DVD-Handel gibt, kümmern sich Tonträgerhändler um Einkauf und Vertrieb. Sogar Anwälte sind im Musikbereich tätig, wenn sie den Schwerpunkt auf Urheber- und Markenrechte in der Musikbrache legt. Insgesamt führen also viele Wege zum Beruf mit Musik.

Überblick über die Musikberufe

Für alle Berufe ohne künstlerisches Bühnenziel haben wir hier noch einmal einen Überblick erstellt:

  • Technische Berufe: Toningenieure, Tonmeister, Tontechniker, Tonassistenten
  • PC-basierte Musikproduktion: Audio-Designer für Musik, Musikdesigner, Musikassistent, Beatdesigner
  • Handwerkliche Berufe: Instrumentenbau aller Art
  • Pädagogische Berufe: Musiklehrer, Atem-, Stimm- und Sprechlehrer, Tanzlehrer
  • Kaufmännische Berufe: Mediengestalter Ton und Bild, Musik- und Eventmanager, Tonträgerhändler
  • Management- und Businessberufe: Manager New Media, Artist-Manager, Musikverleger
  • Medienberufe: Musikredakteur

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