Becken

Die Form des auch heute noch aus der gesamten Musikszene nicht wegzudenkenden Beckens ist schon seit vielen Jahrtausenden bekannt. Man geht davon aus, dass es im Kaiserreich China bereits vor der Zeit des Mittelalters entwickelt wurde.

Die Grundidee ist einfach: Man nehme leicht konvexe (oder konkave – je nachdem, von welcher Seite aus gesehen) Scheiben aus Blech, die entweder gegenseitig aneinander geschlagen oder mithilfe von Schlägeln angeschlagen werden. Durch eine spezielle Aufhängung kann die Scheibe vibrieren und somit einen lang anhaltenden, genau bestimmbaren Ton erzeugen.

Varianten der Becken

Becken gibt es heute in unzähligen verschiedenen Größen, sie sind in nahezu jedem Schlagzeug enthalten. Dort sind sie meist auf speziellen Ständen befestigt, wo sie mit den Schlagzeugstöcken angeschlagen werden. Auch in großen Orchestern kommen Becken fast immer zum Einsatz, diese weisen jedoch häufig einen weitaus größeren Durchmesser als die kleineren Schlagzeug-Becken auf. Sind zwei Becken gegeneinander auf einem Ständer befestigt, die durch eine spezielle Mechanik aufeinander geschlagen werden, spricht man auch von einem Paarbecken.

Aufbau eines Beckens

Bei der Herstellung von Becken ist insbesondere die Legierung des Metalls für den Klang entscheidend. Heute wird dazu meist eine Kupfer-Bronze-Legierung verwendet. Die meisten Becken werden im Laufe des Herstellungsprozesses kunstvoll weiterbearbeitet, zum Beispiel durch Hämmern oder Abdrehen. Oftmals können diese Arbeitsschritte nur von Hand ausgeführt werden, was den Preis für ein gutes Becken deutlich in die Höhe treibt. Einfachere Becken dagegen werden aus gestanzten, runden Metallplatten gefertigt, die einfach in einer entsprechenden Form tiefgezogen werden. Diese Becken sind zwar nicht so ausgefeilt in ihrem Klang, fallen im Preis jedoch wesentlich günstiger aus.

Eine Sonderform unter allen Becken nehmen die sogenannten „China Becken“ ein. Zwar sind diese ebenfalls konvex geformt, weisen allerdings einen hochgebogenen Rand auf und sind im Durchmesser etwas größer. Mit ihrem charakteristischen, etwas schmutzigen Klang finden sie häufig Verwendung in der Jazzmusik und in Big Bands.

Wie klingt ein Becken?

Sie fragen sich nun, wie ein solches Becken klingt? Sehen Sie sich das folgende Video an. Hier werden drei Becken vorgestellt.

Empfehlung eines Beckens