Bandoneon

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Klaus Malke
Bandoneon
Bandoneon

Zusammenfassung

Obwohl es in seiner grundsätzlichen Bauweise Ähnlichkeiten mit einem Akkordeon aufweist, ist das Bandoneon für seinen unvergleichbaren Sound bekannt. Es handelt sich dabei um ein Handzuginstrument , bestehend aus einem quadratisch ausgelegten Körper, der zweiteilig gestaltet ist. Zwischen den beiden Grundkörperhälften sind mithilfe von Holzleisten Ziegenlederstücke befestigt, die zusammengenommen einen Faltenbalg bilden. Zum Spielen werden die beiden Gehäusehälften abwechselnd zusammengedrückt und auseinandergezogen.

Obwohl es in seiner grundsätzlichen Bauweise Ähnlichkeiten mit einem Akkordeon aufweist, ist das Bandoneon für seinen unvergleichbaren Sound bekannt. Es handelt sich dabei um ein Handzuginstrument, bestehend aus einem quadratisch ausgelegten Körper, der zweiteilig gestaltet ist. Zwischen den beiden Grundkörperhälften sind mithilfe von Holzleisten Ziegenlederstücke befestigt, die zusammengenommen einen Faltenbalg bilden.

Zum Spielen werden die beiden Gehäusehälften abwechselnd zusammengedrückt und auseinandergezogen. Dadurch bildet sich im Inneren des Instrumentes - im Bereich des Faltenbalges - jeweils ein Über- oder Unterdruck. Mithilfe der Tasten an den beiden Gehäusehälften kann der Spieler nun verschieden große Ventile öffnen, durch die die Luft eingesogen oder ausgestoßen wird. Die Ventile sind dabei so gestaltet, dass der Luftstrom eine oder mehrere Metallzungen zum Schwingen bringt, wodurch der jeweilige Ton entsteht.

Merkmale des Bandoneons

Das Besondere am Bandoneon ist, dass fast alle Knöpfe zum Öffnen der jeweiligen Ventile doppelte Funktionen besitzen. Das bedeutet, der gleich Knopf beziehungsweise das gleiche Ventil erzeugt beim Zusammenrücken und beim Auseinanderziehen des Faltenbalges zwei unterschiedliche Töne. Durch die Anzahl der Ventile ist es somit möglich, auch komplexe und mehrstimmige Melodien mit dem Bandoneon zu spielen. Insgesamt lassen sich fast fünf Oktaven erreichen.

Geschichte des Bandeons

Die Geschichte des Bandoneons ist heute etwas umstritten. Immer wieder kursieren drei verschiedene Namen in Verbindung mit der Entwicklung dieses Instrumentes in Fachkreisen: Carl Friedrich Zimmermann, Carl Friedrich Uhlig sowie Heinrich Band.

Inzwischen gilt es jedoch als erwiesen, dass die entscheidenden Entwicklungsschritte für das Bandoneon auf den Krefelder Musiklehrer Heinrich Band zurückgehen. Er entwickelte das Instrument auf Basis der damals in Böhmen hergestellten Konzertinas, die jedoch einen wesentlich geringeren Tonumfang aufwiesen.

Die Musikwelt war von diesem neuen Instrument im 19. Jahrhundert so begeistert, dass es sich schnell verbreitete und bereits wenige Jahre nach seiner Entwicklung beispielsweise im Krefelder Startorchester eingesetzt wurde. Heute spielt das Bandoneon nur noch eine sehr untergeordnete Rolle im Bereich der Harmonikas, einige Liebhaber schätzen den unverwechselbaren Klang jedoch immer noch sehr.

Wie klingt ein Bandoneon?

Sie sind interessiert an der Musik und möchten wissen, wie sich ein Bandoneon anhört? Klicken Sie auf das folgende Video und bekommen Sie einen Eindruck vom Klang des Bandoneons.

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