Die Gregorianik

Die Gregorianik unterteilt man in drei Gesangsformmen: Psalmodie, Jubilus und Sequenz.

Die Psalmodie

Die Psalmmodie ist ein Gotteslob. Hier steht der Text im Vordergrund, nicht die Musik. Aus diesem Grund ist die Musik nur einstimmig dargestellt. Der Gesang erscheint im „Call-Respons-Prinzip“, welches in der heutigen Zeit in Gospel-Chören zu finden ist.

Die Psalmodie ist nach dem Psalmmodell aufgestellt. Zuerst ein Anstieg der Melodie (Initium), dann ein längerer Abschnitt der Rezitation, welcher in der Tonlage des Tenors ist, während dieser Rezitation ist eine Kadenzfolge zu hören (mehre oder ein Dreiklang), zum Schluss hin führt eine Termination (Abstieg der Melodie) und am Ende eine Finalis (Schlusston).

Der Jubilus

Der Jubilus fungierte als fröhlicher beziehungsweise als ein jubelnder Gesang. Oft angewendet in der Kirche, um den Herrn zu Lobpreisen („Lobesgesang“). Er gehört in die Spalte der funktionellen Musik.

Schaut man sich Werke im Stil des Jubilus an, so fällt einem auf, dass der Text überwiegend Melismatisch (das heißt ein Ton pro Silbe) geschrieben worden ist.

Oft werden diese Lobgesänge in der Kirche von Chören gesungen. Um dort nicht an Wirkung zu verlieren oder zu beeinträchtigen, ist es noch heute üblich chorisch zu atmen („unendlicher Atem“).

Wichtig für die Wirkung beim Jubilus war auch,die Textgestaltung. Hier wurden vor allem die Buchstaben o, a und manchmal auch e verwendet, denn diese Laute waren besoders leicht im Mund zu bilden (Beispiel: Hallelua). Weniger günstig erschienen die Laute u,i und t. Auch in so gut wie allen Stück des Jubilus

nicht aufzufinden sind, wenige bis gar keine Tonschritte, denn diese galten als verpönt.

Die Sequenz

Die Sequenz wird im „Call-Response-Prinzip“ gesungen. Oft wird sie als Mischform bezeichnet da sie die Überschneidung der Psalmodie und des Jubilus ist. Im Gegensatz zum Jubilus, herrscht hier eine bewegte Diastematik (Verhältnis der Töne zueinander/ Tonsprünge) Außerdem ist hier eine stufenartige Melodie zu erkennen. Bei der Sequenz findet man , wenn nach dem Wort -Tonverhältnis geschaut wird, das Ergebnis, dass eine syllabische Textverteilung vorliegt.